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Die Stadt Bautzen
Bautzen

Die Stadt der Türme und das Zentrum der zweisprachigen Oberlausitz ist mehr als 1000 Jahre alt. Liebevoll restaurierte Häuser im Stadtkern laden zum Flanieren ein. Ein Besuch lohnt sich.

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Die Ortenburg

Die Lage auf dem steilen Felsen über der Spree war strategisch sehr gut gewählt. Nur die Ostseite der Burg musste durch Gräben und Wälle gesichert werden. So befand sich der einzige Zugang an der Nord-Ost-Seite, wo ein Torturm stand mit einer Zugbrücke, die über den Schlossgraben führte. Auf dem Gelände selbst befand sich eine Burg, die vom Burgkommandanten bewohnt war. Brände von 1401 und 1441 zerstörten die Burg fast vollständig. Im Auftrag des ungarischen Königs Matthias Corvinus wurde die Burg 1483-86 neu errichtet. Die heutige Anordnung des Hauptgebäudes und des Turmes ist aus dieser Zeit. Auf die im spät-gotischen Stil erbaute Burg weisen heute noch die Fenster der im Schlossturm befindlichen Schlosskapelle sowie das Hauptportal des Hauptgebäudes hin.

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Matthiasturm

Der Ungarnkönig genoss großes Ansehen. Das zeigt auch das Denkmal an der Ostfassade des Schlossturmes. Es befindet sich also über dem eigentlichen Zugang zur Ortenburg, obwohl heute der Haupteingang zum Burggelände weiter südlich liegt.

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Matthias Corvinus

Zugeschrieben wird dieses Kunstwerk dem sorbischen Maler und Bildhauer Briccius Gauske. Matthias Corvinus ist sehr realistisch dargestellt. Das veranlasste viele ungarische Künstler, dieses Denkmal oft zu kopieren.

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Der Nikolaiturm

An der Nordseite der Stadt befindet sich nicht weit von der Ortenburg der Nikolaiturm. Wann dieser Turm und das zur Stadt führende Tor errichtet wurden, ist nicht bekannt.

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Schluss-Stein am Nikolaiturm

Eine Legende besagt, dass der Stadtschreiber Preischwitz die Stadt an die Hussiten verraten und dieses Tor geöffnet haben soll. Nach grausamer Folter wurde er 1430 hingerichtet und sein Kopf zur Abschreckung als Schluss-Stein am Nikolaiturm eingemauert.

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Der Schülerturm

Der Schülerturm als Nordzugang zur Stadt verdankt seinen Namen einer schulischen Einrichtung in der Nähe. Vermutlich handelte es sich für eine Schule für Chorknaben.

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Kreuzigungsgruppe

Eine wertvolle Plastik, die im Zuge der Sanierung des Schülerturmes in den Jahren 1992 und 1993 restauriert wurde, zeigt die Kreuzigungsgruppe. Dabei handelt es sich um das um 1410 geschaffene bedeutendste spät-gotische Kunstdenkmal Bautzens.

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Wendischer Turm

Dieser Wendische Turm verdankt seinen Namen des vornehmlich von Sorben (Wenden) bewohnten Stadtviertels. Der Bau wurde wohl schon um 1400 begonnen aber erst 1492 vollendet. Der Unterbau hatte weder einen separaten Zugang noch eine Treppe. Er diente einst als Gefängnis. Die Gefangenen wurden für die Zeit der Inhaftierung an einem Seil heruntergelassen. Für den Neubau einer Kaserne 1842 bis 1844 sollte der Turm abgetragen werden. Dank Professor Gottfried Semper, der für die Kasernenplanung beauftragt war, konnte der Turm in genialer Weise in den Bau eingebunden werden. Semper verstand es, die mittelalterlich geprägte Architektur des Turmes auf die Kaserne zu übertragen. Somit erscheint der Turm heute als Bestandteil der Alten Kaserne.

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Der Reichenturm

Dieser Turm ist benannt nach der Reichenstraße, die als Hauptgeschäftsstraße von jeher den begüterten Bewohnern Bautzens vorbehalten war. Das Bauwerk wurde 1490 bis 1492 fertiggestellt, wobei der viereckige Unterbau wesentlich älter ist. Die barocke gewaltige, aber Filigran wirkende Haube wurde 1715 bis 1718 nach einem Entwurf von Johann Christoph Naumann aufgesetzt. Zur Finanzierung diente eine vom Stadtrat durchgeführte Lotterie, die 8000 Taler einspielte. Da der Reichenturm nur etwa 80 cm tief auf lockerem Boden gegründet ist, gab der Untergrund nach, wodurch eine zunehmende Neigung des Turmes nach Nordwesten zu verzeichnen war. Heute beträgt die Neigung des „Schiefen Turmes von Bautzen“ konstant 144 cm aus der Lotrechten, was im Turmstübchen durch ein Lot angezeigt wird.

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Der Lauenturm

Die Erbauung des viereckigen Lauenturms erfolgte von 1400 bis 1403. Allerdings geben größere Mengen Bossensteine im unteren Teil des Turmes Hinweise auf ein Vorgängerbauwerk. Ein Tor zur Stadt an dieser Stelle war bereits mit Errichtung der Stadtmauer um 1200 vorhanden. Seit 1615 befand sich im Turm eine 600 Kilogramm schwere Stundenglocke. Trotzdem der Turm 1720 ausbrannte, blieb die Glocke unversehrt. So konnte nach der Erneuerung des Turmes 1740 wieder der Stundenschlag vom Lauenturm erklingen. Interessant ist, dass dieses Tor dem Hauptmarkt am nächsten lag. So wurde die Glocke auch als „Armesünder-Glocke“ zu Hinrichtungen bis 1865 geläutet.

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Alte Wasserkunst

Als erste Wasserversorgung der Stadt war die 1445 bis 1446 erbaute „Alte Wasserkunst“ einer der wichtigsten Türme Bautzens. Dieses technische Meisterwerk vergangener Zeiten ist heute als Museum geöffnet. Die Funktionsweise des alten Pumpwerkes kann man besichtigen. Einen schönen Blick über die Stadt bekommt man von der Aussichtsplattform des Turmes.

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Karasekturm

Die Burg war immer eine selbständige Befestigungsanlage. An deren Westseite ist heute die älteste Bausubstanz von Bautzen zu finden. Der untere Teil des Burgwasserturms stammt wahrscheinlich aus der Mitte des 13. Jahrhunderts. Ursprünglich diente der Turm zur Wasserversorgung der Burg. Von der Konstruktion her ist der Turm als Bastei gebaut. Somit diente er gleichzeitig auch als Verteidigungsmittel. 1740 wurde der Turm als Gefängnis ausgebaut. Die Prominentesten Häftlinge waren die beiden Anführer von Räuberbanden: Johannes Karasek, der zwischen 1800 und 1803 dort verwahrt wurde, und Wenzel Kummer, der 1813 bis 1815 Gefangener war. Wenzel Kummer, genannt der „Böhmische Hansl“ gelang als einzigem die zweimalige Flucht aus diesem Turm. Im Volksmund entstand nach 1803 die Bezeichnung „Karasekturm“ und hat sich bis heute erhalten.

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Bautzen ist eine über 1000-jährige Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten, die einen Besuch Wert ist. Diese Tatsache war Grund genug für uns, hier einige Bilder der Stadt mit Informationen zu versehen.


Offizielle Internet-Seite der Stadt Bautzen ist unter www.bautzen.de